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Bestes von Rhein und Hunsrück kredenzt

24.01.2002

Bestes von Rhein und Hunsrück kredenzt

Regionaler Kochkurs der VHS Kirchberg / Kastellaun erwies sich einmal mehr als echter "Renner": Hobbyköche schauten Profis in den Topf

So schnell hatte Ute Friedrich, Chefin der Volkshochschule Kirchberg / Kastellaun, noch keinen Kurs voll: Die Telefone standen nicht still, innerhalb von drei Stunden nach Auslieferung des druckfrischen VHS-Programm waren alle Plätze belegt. Der Erlebniskochkurs "Von der Weide bis zum Teller" wurde zum Renner und ist mittlerweile schon zum dritten Mal ausgebucht.

Beispielhaft ist die Konstellation der Partner dieses VHS-Schlagers. Matthias Klein, Küchenmeister vom Hotel-Restaurant "Zum Felsenkeller" in Sohren hatte die Idee und mit Damwildzüchter Gerhard Stümper den idealen Unterstützer. Ute Friedrich bereicherte mit dem Angebot ihr VHS-Programm und Winzer vom Mittelrhein runden die kulinarische Weiterbildung mit edlen Tropfen ab und über allem steht das begehrte Markenzeichen à la région.

Längst ist aus dem jährlichen Gourmetfestival eine Bewegung geworden. Landwirte und Winzer vermarkten unter diesem Namen ihre hochwertigen Produkte, für die Gastronomie ist es ein Aushängeschild und gleichzeitig präsentiert sich die Landschaft von Rhein und Hunsrück. Da passt solch ein Erlebniskochkurs maßgeschneidert dazu. Der ganzheitlicher Ansatz ist das Geheimnis des Erfolges sowohl von à la région als auch der Idee des Küchenchefs.

Mit einem Bus reisen die Kochkursteilnehmer zum Damwildgehege. Diesmal ging die Exkursion zum Betrieb des Landwirts und Damwildzüchter Harald Weber nach Gödenroth.

Umfassende Informationen zu Haltung und Zucht, aber auch zur Schlachtung und Verarbeitung des hochwertigen Fleisches stehen hier im Vordergrund. Zurück in Sohren wird die Küchenschürze umgehängt. Matthias Klein hatte sechs Rezepte - "ganz bewusst zum Nachkochen" - ausgewählt.

Ragout mit Bratapfel und Maronen, gefüllte Damwildschulter mit Wirsing und Nüssen in Rotwein geschmort, Damwildhüfte mit Tomaten und Rucolakäse in Brickteig gebacken, Rouladen aus der Keule, Damwildkeule asiatisch und als Krönung der Kochkunst der klassische Damwildrücken "Wellington" mit Pilzragout im Blätterteig standen auf dem Speisekarte. Der Profi verriet die großen und kleinen Tricks, die Hobbyköche konnten vieles direkt im professionelle Ambiente umsetzten.

Zum guten Essen gehört ein guter Wein. Ganz klar, unter dem Markenzeichen à la région kommt der vom Mittelrhein. Albrecht und Ute Lambrich kredenzten aus ihrem Weingut in Dellhofen einen repräsentativen Querschnitt ihre vielfach prämierten Weine. Zu den klassischen Weißen und edlen Roten präsentierte Winzermeister Lambrich Geschichten und Infos rund um den Rebensaft. Erfahren, Erleben und Genießen, dazu gehören natürlich auch die Gaumenfreuden. Man muss schließlich auch kosten was in mühevoller Arbeit entstanden ist.

Ute Klein hatte ihr Restaurant dazu fein eingedeckt. "Jetzt weiß ich auch wie viel Arbeit alles ist", war die Erkenntnis von "Küchenassistent" Werner Busch. Feinschmecker Harald Kaspar fand, dass Essen besser als Kochen ist und Regina Müller, eine der versierten Hausfrauen unter all den Hobbyköchen erhielt eine Menge Anregungen für einen schönen Abend.

Ute Friedrichs und Gerhard Stümper wollen die Kurse erweitern: Heimische Produkte den Verbrauchern näher zu bringen, Neues kennenlernen, das regionale Wir-Gefühl stärken und letztendlich Genießen. Die Idee von à la région kann kaum schlüssiger umgesetzt werden. (Rhein-Hunsrück-Zeitung - Werner Dupuis, 24.01.2002)

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