Chronik | 15 Jahre à la région

Auf der Rheinfels 2003

27. Juni 2003

à la région 2003 in St. Goar auf Burg Rheinfels

Gourmets eroberten Burg Rheinfels, 27. Juni 2003

Kulinarische Rundreise vom Hunsrück bis zum Mittelrhein - Besucherrekord bei der sechsten "à la région"-Veranstaltung

Zum sechsten Mal öffnete das Gourmet-Festival à la région seine Pforten - in diesem Jahr auf der Burgruine Rheinfels in St. Goar. Dank Cheforganisator Gerhard Stümper und Dieter Merten, Vorstandschef des Hauptsponsors Kreissparkasse, konnten sich rund 600 Gäste über kulinarische und kunstvolle Genüsse vor einer einmaligen Kulisse freuen.

ST. GOAR. Kulinarische Köstlichkeiten, wunderbarer Wein und romantische Ruinenmauern, so lauteten die Zutaten für eine perfekte Premiere: Zum ersten Mal in der Geschichte von à la région verwandelte sich eine Burgruine in ein einzigartiges Freiluft-Feinschmeckerparadies. Zehn Spitzengastronomen und elf Topwinzer präsentierten in der St. Goarer Burg Rheinfels eine Uraufführung aus zwölf kulinarischen Kompositionen und schickten ihre Gäste auf eine lukullische Rundreise zwischen Hunsrück und Mittelrhein. Als begeisterte Fans der Veranstaltung waren Marie-Theres Heß und ihr Mann Egon zum dritten mal mit von der Partie. Dickes Lob gab es für die Vielfalt der Örtlichkeiten. "So lernt man nicht nur regionale Spezialitäten sondern auch die Region selbst besser kennen."

Erstmals wagte Cheforganisator Gerhard Stümper in diesem Jahr den Blick über den Rhein-Hunsrücker Tellerrand hinaus und erweiterte das Angebot durch zwei internationale Gast-Gastronomen aus Schottland. Insgesamt standen zwölf kulinarische Köstlichkeiten - diverse Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts - auf der Speisekarte, die jeweils durch einen ausgewählten, edlen Tropfen ergänzt wurden. "Wir haben uns bei der Zusammenstellung meist für die klassische Variante entschieden", erklärte Rudolf Schoeneberger vom Bopparder Weinhaus "Heilig Grab". "Aber da die Gäste zwischen den liebevoll gestalteten Pavillons ungezwungen lustwandeln können, sind natürlich auch andere, reizvolle Kombinationen möglich."

Neugierig ließ sich Moselwinzer Egon Heß gleich drei verschiedene Tropfen aus dem Welterbetal zu seinem köstlichen "Duo vom Charolais-Rind und Kalb" schmecken. Konkurrenzgedanken plagen ihn nicht. "Um die Region nach vorne zu bringen, müssen wir alle an einem Strang ziehen - und natürlich auch gemeinsam schlemmen." Dieser Meinung war auch Mittelrheinweinkönigin Andrea Kron, die sich mit der Soonwaldfee Catherina Jaeger ein Glas Winzersekt schmecken ließ und den herrlichen Blick über das idyllische Gründelbachtal genoss, über dem langsam die Nebelschwaden aufzogen.

"Leider geht durch die hohe Besucherzahl ein wenig von dem wildromantischen Ruinenambiente verloren", bedauerte Sylvia Bause. "Die vergangenen Veranstaltungen waren einfach intimer." Trotz dieses Wehmutstropfens wird die Kappelerin auch bei der nächsten à la région-Runde wieder dabei sein, "denn das Essen ist einfach einmalig und man wird auf Gastronomen und Winzer aufmerksam, die man zuvor noch nicht kannte".

Für künstlerischen "Nachtisch" sorgten Beiträge der Treidler, Hauderer und Wiebelsborner, bevor die Fanfare der Jagdhornbläsergruppe Rhein-Hunsrück zu einem weiteren Höhepunkt rief: Zwei neue Mitglieder wurden in traditioneller Zeremonie in den Internationalen Hansenorden zu St. Goar aufgenommen: à la région-Chef Gerhard Stümper und RHZ-Redaktionsleiter Michael Maurer. (Rhein-Hunsrück-Zeitung, 30.06.2003)

Alle ziehen an einem Strang

Unter dem geschickten organisatorischen Händchen von Gerhard Stümper (links), Marketingdirektor von à la région, laufen die Vorbereitungen für die Großveranstaltung "Hunsrück und Rhein: Kulinarisches mit Wein" am 27. Juni auf der Burg Rheinfels in St. Goar auf Hochtouren. An zehn Ständen werden an diesem Abend regionale Spezialitäten aus Küche und Keller angeboten. Den Gast erwarten neben einem geeisten Rieslingsektsüppchen, eine Crepinette vom Damwildkotelette, karamellisierte Grießnocken und viele weitere Delikatessen. Außerdem werden sich die Hunsrückhöfe mit einer reichhaltigen Käsevariation präsentieren und ein schottischer Gastgastronom ein heißgeräuchertes, schottisches Lachsfilet zaubern. Bei der endgültigen Abstimmung der einfallsreichen Köstlichkeiten lief sowohl den Gastronomen und Winzern als auch den Sponsoren von der Sparkasse Rhein-Hunsrück schon jetzt das Wasser im Munde zusammen. (Rhein-Hunsrück-Zeitung, 28.05.2003)

Das Gourmet-Festival wird als "Kulinarische Rundreise zwischen Hunsrück und Mittelrhein" im kommenden Jahr fortgesetzt
Die Weichen für das nächste Gourmet-Festival à la région sind gestellt. Als "Kulinarische Rundreise zwischen Hunsrück und Mittelrhein" lockt die Großveranstaltung im kommenden Jahr, am Freitag, 27. Juni 2003, auf die Burg Rheinfels hoch über St. Goar.

RHEIN-HUNSRÜCK. Die Macher von à la région haben entschieden: Im laufenden Jahr 2002 gibt's keine Großveranstaltung, statt dessen werden kleinere Events unter dem Motto à la région unterstützt. Dafür werden schon jetzt alle Kräfte gebündelt, um nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr in Simmern, im nächsten Jahr auf der historischen Burg Rheinfels über St. Goar ein neues gastronomisches Spitzenerlebnis zu bieten. In den Mauern des gleichnamigen Schlosshotels präsentierten die Initiatoren, allen voran Gerhard Stümper (Verband der Damwildzüchter), Dieter Merten (Direktor der Kreissparkasse und Hauptsponsor) sowie Hagen Suchard (Geschäftsführer vom Regionalrat Wirtschaft Rhein-Hunsrück), die bisherigen Pläne für das nächste Jahr.

Nach Boppard, Kastellaun, Emmelshausen (zweifach vertreten) und Simmern wechselt à la région nun wieder an den Rhein. St. Goars Stadtbürgermeister Walter Mallmann sagte als "Hausherr" der Burg spontan zu, als ihm die Idee offeriert wurde. "Die Stadt stellt die Burg zur Verfügung, verzichtet an diesem Tag aufs Eintrittsgeld und hilft mit dem Touristikbüro und dem Bauhof", machte Mallmann das St. Goarer Engagement deutlich. Dass dabei durchaus Eigennutz für die Stadt im Spiel sei, ließ er nicht unerwähnt.

Gerhard Stümper und Dieter Merten erinnerten an die Grundidee von à la région, die da laute, "eine Region hilft sich selbst". Mittlerweile habe das Zusammenspiel der Gastronomen und Winzer im Rhein-Hunsrück-Kreis einen außerordentlich hohen Standard gewonnen. Dieses hohe Qualitätsniveau müsse gehalten und nach außen getragen werden. Nach dem Aufbau eines "nachhaltigen Innenmarketings" beginne jetzt das Außenmarketing. Deshalb würde im kommenden Jahr verstärkt auf Gäste von außerhalb gesetzt.

Nicht zuletzt die neuen Zielgebiete des Flughafens Hahn spielen dabei eine Rolle. Erste Kontakte nach Norwegen und Italien sind bereits geknüpft, und im Jahr 2005 soll à la région erstmals richtig International werden. Schon jetzt in der Planung: "à la région" auf dem Flughafen Hahn als Großveranstaltung "Europa der Regionen".

Mit Markenschutz
In 2002 unterstützt die Initiative à la région, die unter diesem Namen inzwischen auch Markenschutz genießt, kleinere Aktionen - unter anderem die Erlebniskochkurse à la région der Volkshochschule Kirchberg/Kastellaun oder die "à la région-Rheinromantik" im April im "Eisernen Ritter" in Boppard Weiler. (Rhein-Hunsrück-Zeitung, 14.03.2002)