Chronik | Flughafen Hahn 2005

Frankfurt-Hahn Airport 2005

24. Juni 2005

Siebtes Gourmetfestival auf dem Flughafen Hahn präsentierte eine starke Region

à la région auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn, 24. Juni 2005

Als sich am frühen Abend das größte Tor des Landes Rheinland-Pfalz an der Werfthalle auf dem Flughafen Hahn öffnet, fällt nicht nur der Startschuss zum siebten Gourmetfestival à la région: Die gleichnamige Initiative öffnet damit auch symbolisch das Tor von der Rhein-Hunsrück-Mosel-Region nach Europa. 650 Gäste erwartet ein 14-Gänge-Menü garniert mit edlen Weinen vom Rhein und der Mosel.

Spitzenköche und Topwinzer aus der Region sind seit Tagen mit den Vorbereitungen beschäftigt. Zahllose Hände verhelfen in nur zwei Tagen der nackten, beton- und stahlgrauen riesigen Flugzeugwerft in ein edles Gewand. Spitzzelte, geschwungene Konturen, eine wahre Küchenmeile, wohnliche Möblierung, dezente Musik und dazu ein köstlicher Duft sorgen für ein unvergleichliches Ambiente: à la région bietet Köstlichkeiten für alle Sinne.

Der erste Eindruck hält, was die Begrüßung verspricht. Wolfgang Nass, Vorstand der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück und Vertreter des Hauptsponsors, begrüßt die zahlreichen Gäste bei strahlendem Sonnenschein vor der Werfthalle: „Ich wünsche Ihnen Genuss für alle Sinnesorgane bei den kulinarischen Köstlichkeiten, den guten Weinen und den anderen Eindrücken aus der Region." Nass erinnert an die Anfänge vor zehn Jahren in Boppard. Die Initiative à la région habe sich damals zum Ziel gesetzt, die Stärken der Region im gastronomischen Bereich zu verbinden. Das Zusammenwirken von Gastronomen, Winzern und Produzenten heimischer Lebensmittel habe die Leistungsfähigkeit der Region gezeigt. „Man hat Wettbewerbsgedanken zur Seite gestellt und nicht nebeneinander, sondern miteinander gehandelt", lobt Nass den Gemeinschaftssinn der Initiative à la région.

Ein besonderer Gruß des Sprechers gilt neben der Deutschen Weinkönigin Petra Zimmermann und der Mittelrheinweinkönigin Katharina Jost gut 200 Gästen, die aus den europäischen Partnerdestinationen des Flughafens Hahn angereist sind. Erstmals hat sich das Gourmetfestival à la région international aufgestellt. Unter den Köchen und Teilnehmern sind Gäste aus Schottland, Irland, Österreich, Italien und Finnland. Eine Premiere erlebt das Festival auch durch die Beteiligung von Dienstleistern, Unternehmen und einer Präsentation zum Thema Holz: à la région bietet neben dem Besten aus Küche und Keller auch wirtschaftliche Stärken aus der Region.

Dem Hausherrn Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, bleibt es schließlich überlassen, das Tor zu öffnen, beziehungsweise das Signal dazu zu geben. Das macht er gerne und vergisst nicht, die vielen Gäste aus allen Teilen Europas „in der schönsten Region Deutschlands" willkommen zu heißen. Schließlich schiebt sich das 75 Meter breite und 24 Meter hohe Tor auseinander und gibt den Blick frei auf die festlich dekorierte Flugzeugwerft. Der erste Beifall des Publikums verspricht der siebten Auflage von à la région schon vorab Erfolg. Und dieser Eindruck wird sich im Lauf des Abends verfestigen.

Abseits des ersten Trubels an den Küchenständen nimmt sich Gerhard Stümper, Marketingdirektor und Macher der Initiative, Zeit für Gespräche mit Journalisten, erläutert die Geschichte von à la région und die Motivation unter dem Leitsatz „eine Region hilft sich selbst". Stümper berichtet von der Verzahnung der Gastronomie mit Winzerschaft und landwirtschaftlichen Erzeugern. Nicht Konkurrenzdenken sondern Miteinander steht im Vordergrund. „Gemeinsam sind wir stark, und gemeinsam bringen wir die Region voran."

Insgesamt mehr als 200 Menschen gehören diesmal zum Team von à la région. Ihre Aufgabe ist es, den 650 Gästen einen unvergesslichen Abend zu bereiten. Und was gibt es Besseres zur Verständigung von Menschen als gutes Essen und gepflegte Getränke. Da sind schnell Sprachbarrieren überwunden, und auch fremde Einheimische kommen sich beim Gedankenaustausch über den halbtrockenen Riesling oder die Herstellung der Hunsrücker Damwildmaultasche schnell näher. Der kulinarische Sommerabend vergeht wie im Flug. Die Natur über dem Hunsrück leistet noch einen besonderen Beitrag mit einem „Urlaubs-Sonnenuntergang" und einem anschließenden Abendhimmel, als hätte ihn einer der großen italienischen Meister ins Tor der Werfthalle gemalt.

Die Köche und Winzer ernten bei ihrer Vorstellung durch die Weinköniginnen Petra Zimmermann und Katharina Jost lang anhaltenden und verdienten Beifall des Publikums. Die Region Rhein-Hunsrück-Mosel hat sich hervorragend präsentiert, bestens für das Zentrum Europas rund um den Flughafen Hahn geworben und viele Herzen der europäischen Nachbarn gewonnen.

So setzt ein übermüdeter, aber nun entspannt wirkender Marketingdirektor den offiziellen Schlusspunkt. „Ja es wird ein à la région 2007 geben". Der Termin steht bereits fest, ebenso wie das Motto. „Der Hunsrück und seine Flusstäler" wird es am Freitag, 22. Juni 2007 heißen. Und ohne Details zu verraten gibt Gerhard Stümper bekannt, dass sich das nächste große Gourmetfestival à la région nach diesem großartigen Abend in der statisch festen Halle nicht auf einen festen Standort konzentrieren werde. Die Weichen sind gestellt, freuen wir uns auf 2007. (Rhein-Hunsrück-Zeitung - Michael Maurer)

 

Zurück zur Übersicht