Chronik | Kastellaun 1997

Kastellaun 1997

27. Juni 1997

Rhein und Hunsrück präsentierten in Kastellaun Kulinarisches bei sinkender Sonne unter grünen Schirmen

Fest in der Hand der Feinschmecker - von sommerleichter Gemüsesuppe zum gefüllten Lammrücken - à la région Kastellaun 1997

KASTELLAUN. Freundliches Kastellaun: Pünktlich zu Beginn der open-air-Festivitäten hatte sich am Freitag der vorerst letzte Regenschauer entladen und die Sonne kam heraus. Eine kleine Völkerwanderung bewegte sich - perfekt und liebenswürdig geleitet durch 30 Feuerwehrmänner und die städtischen Arbeiter - auf die Parkplätze rund ums Zentrum und von dort zu Fuß in die historische Altstadt. Dort waren der ganze Platz vor der Kulturscheune und diese selbst zum stilvoll-romantischen "Gehaichnis" hergerichtet: Die kulinarische Präsentation von Hunsrück und Mittelrhein geriet zum Genuß für alle Sinne.

Sparkassen-Direktor Merten begnügte sich damit, alle Gäste zu freudigem Tafeln aufzurufen; ansonsten bedurfte es keiner weiteren Worte. Mit entspannten Gesichtern flanierten die Besucher zwischen Eintopf von Hunsrücker Damwild, Masthähnchen oder sommerleichter Gemüsesuppe umher, labten sich an Ziegenkäseterrine, Tafelsülze vom Charolais-Rind oder gefülltem Lammrücken. Sie genossen zu Klängen der Ausonius Brass-Gruppe ausgewählte Weine des Mittelrheins und die lächelnde Feierabend-Stimmung, die sich bei sinkender Sonne unter grünen Schirmen auf Kopfsteinpflaster zwischen alten Häusern und Grünpflanzen einfach ausbreiten mußte.

Glückliche Miene auch bei Gerhard Stümper, treibende Kraft dieser rundum gelungenen Demonstration der Leistungsfähigkeit heimischer Gastronomie: 150 Menschen hatten anstandslos 95 Mark für das Kombi-Ticket der kulinarischen Präsentation und das anschließende Degenhardt-Festival auf der Burgbühne gezahlt, sich schick angezogen und waren pünktlich erschienen. "Das beweist, daß die Menschen von Hunsrück und Mittelrhein das gemeinsame Engagement von Erzeugern und Gastronomen zu schätzen wissen, und daß es ihnen etwas wert ist," freute sich der Kappeler. Wert war das Angebot allemal mehr als der Kartenpreis: Ausgewählt frische, heimische Zutaten waren zu exquisiten Speisen verarbeitet worden, die Weine ließen keine Wünsche offen und die Präsentation war in jeder Hinsicht einladend. Drei bis vier Kostproben nahm jeder Besucher gewiß - und wenn ein solches Fest erneut arrangiert wird, wird man sicherlich mehr Karten anbieten müssen. Übrigens: Wie bereits berichtet, werden die Gesamteinnahmen aus dem Kartenverkauf für einen guten Zweck gespendet. (Rhein-Hunsrück-Zeitung)

Zurück zur Übersicht